OESSM Geschichte Komplett

Der Ordre Equestre du Saint-Sauveur du Mont-Réal (OESSM) ist ein militärischer Ritterorden, der im Zuge der Reconquista 1118 von König Alphonse I. gegründet wurde. Der Name des Ordens leitet sich von der Stadt Monreal del Campo ab, in der er gegründet wurde, sowie von dem Kloster San Salvador de Leyre, das sich neben einem der ersten Sitze des Ordens befand. Der erste Generalmeister des Ordens war Vicomte Gaston IV. de Béarn.

 

Gründung des Ordens

Die Geschichte des Ordre Equestre du Saint-Sauveur de Mont-Réal beginnt am Anfang des 8. Jahrhunderts im heutigen Spanien. Zu dieser Zeit wurde das in Spanien seit dem 5. Jahrhundert bestehende Westgotenreich durch die Landung des Berbers Tāriq ibn Ziyād mit seinem Heer bedroht und schließlich in der Schlacht am Río Guadalete 711 zerschlagen. In den folgenden acht Jahren gelang es den Mauren die gesamte iberische Halbinsel zu erobern.

In diese Jahre fällt auch die legendäre Gründung des Ordre du Chêne (Orden der Eiche) der den Grundstein für den OESSM bildete. Der Legende zufolge siegte der König Garsias Ximenes im Jahre 718 in einer Schlacht gegen die Mauren, nachdem er am Vorabend in einer Vision über einer Eiche ein rotes Ankerkreuz gesehen hat und in Analogie zu Constantin dem Großen und der Schlacht an der Milvischen Brücke (En touto nika – „In diesem (Zeichen) siege“), die Eiche und das Ankerkreuz als Symbol auf die Waffenröcke seiner Soldaten nähen ließ. Nach der gewonnenen Schlacht schwor er im Zeichen der Eiche einen Orden zu gründen.

Diesem Schwur kam er vier Jahre später mit der Erlaubnis von Papst Gregor II. nach, wodurch mit der Gründung der „Saint-Milice du Chêne“ die Geschichte des Ordens beginnt. In den nächsten etwa 150 Jahren gibt es keine bekannten Belege für ein Fortbestehen des Ordens der Eiche. Erst mit dem Jahr 869 tritt dieser erneut ins Licht der Geschichte. In diesem Jahr sollen sich die Ereignisse des Jahres 718 wiederholt haben und König Garcia Íñiguez habe am Vorabend der Schlacht von Aínsa ebenfalls eine Vision eines roten Ankerkreuzes über einer Eiche gesehen. Er schwor, sollte er die Schlacht unter dem Zeichen der Eiche und des Kreuzes gewinnen, so würde er die „Heilige Miliz der Eiche“ erneut begründen.

Und so kam es, dass zwei Jahre nach dem Sieg in der Schlacht von Aínsa der Eichenorden neubegründet und so zum ältesten historisch bezeugten Ritterorden der christlichen Welt wurde. Der nächste wichtige Schritt in der Geschichte des OESSM erfolgte 1118 im Königreich Aragon und Navarra. Zu dieser Zeit begann die zweite Phase der Reconquista, in der sich die christlichen Heere nach dem Fall von Toledo 1085 dem Kerngebiet der muslimischen Herrscher zuwandten und diese zur Verteidigung ihres Glaubens den Dschihad ausriefen, wodurch die Kämpfe eine neue Dimension annahmen.

Dadurch veränderte sich auch die Situation für den Orden der Eiche. Im Jahre 1110 vorerst nur in der Form, dass der Orden einen neuen Sitz in der Nähe des Klosters San Salvador de Leyre bezog, wodurch seine Mitglieder fortan „Ritter von San Salvador“ genannt wurden. Der größere Einschnitt für den Orden erfolgte aber mit dem Jahr 1118. In diesem Jahr vereinigte König Alphonse I. „el Batallador“ von Aragon und Navarra die Saint-Milice du Chêne mit der kurz zuvor gegründeten Ritterbruderschaft von Belchite zur neugeschaffenen „Milice du Christ“. Diese wurde wiederum kurz darauf aufgrund der Übergabe der Rechte an der Stadt Mont-Réal, in „Orden Militar de San Salvador de Mont-Réal“ umbenannt, wodurch der Orden seinen heutigen Namen erhielt.

Zum ersten Generalmeister wurde Vicomte Gaston IV. de Béarn ernannt, der zuvor bereits mehrere Jahre Großmeister des Ordens der Eiche gewesen war. Bekanntheit erlangte er vor allem durch seine Teilnahme am ersten Kreuzzug mit dem Orden der Eiche, da er als erster christlicher Ritter gilt, der jemals Jerusalem betreten hat. In der Zeit seiner Regentschaft über den Orden von 1118 bis 1130 erfolgte auch die Bestätigung der Inbesitznahme der Stadt Mont-Réal durch Papst Honorius II. sowie die Einsegnung des Ordens in einem Hirtenbrief durch den Erzbischof von Auch, Guillaume II. d’Andozile im Jahre 1128, in dem er an die Gründung des Ordens erinnert und alle Städte auflistet, die Abgaben an den Orden zu leisten hatten.

 

12. bis 14. Jahrhundert

Die nächsten Veränderungen innerhalb des Ordens erfolgten in den Jahren 1130 und 1134. So fiel  1130 der erster Generalmeister bei einer Expedition gegen die Araber von Lerida und Tortosa und der bisherige Haushofmeister von König Alphonse I., Fortún Garcés Cajal wird zum zweiten Generalmeister ausgerufen. Bereits während seiner Meisterschaft bestand der Orden nicht mehr nur aus Kriegern, sondern wies ein zweites Standbein auf, indem Ärzte, Architekten, Ingenieure, Handwerker und Künstler vereinigt waren und für den Orden wirkten. Seine Regentschaft über den Orden dauerte aber nur vier Jahre, da er am 17. Juli in der Schlacht von Fraga schwer verwundet wurde und kurz darauf starb, woraufhin sein Neffe Lop-Cajal zum dritten Generalmeister ernannt wurde.  Dieser wiederum wurde zwei Jahre später auf dem Konzil von Burgos seines Amtes enthoben und Lope Sánchez de Ogaure y Galindo Sánchez de Belchite zum neuen Generalmeister ernannt. In den folgenden Jahrzehnten bestand der Orden ununterbrochen fort und nahm an allen großen Schlachten der Reconquista teil.

Die nächsten wichtigen Ereignisse in der Geschichte des Ordens von Mont-Réal sind im 14. Jahrhundert zu verzeichnen. Zum einen wird der Orden von Papst Johannes XXII. gesegnet und zum anderen empfängt der Generalmeister Pedro III. Girón y  Venez nach der Zerschlagung des Templerordens mehrere Tempelherren und nimmt diese in den Orden auf. Dies ist für den OESSM insofern von großer Bedeutung, da er in jüngerer Vergangenheit immer wieder mit dem Templerorden in Verbindung gebracht wurde, bzw. behauptet wurde, dass er kein eigenständiger Orden ist oder nur kurz war, sondern Bestandteil des Templerordens. Dies war zu keinem Zeitpunkt der Fall. Zwar bezeichneten sich die Ritter des Orden zeitweise selbst als Templer, dies bedeutete aber zu keinem Zeitpunkt eine Zugehörigkeit zu diesem Orden, wie dies unser 64. Generalmeister Comte André Girond Flandres bereits im Vorwort der Ordensregeln erläutert. So besaß der Orden zu jeder Zeit eine eigene Ordensregel sowie einen eigenen Generalmeister. Und auch die Eide des Ordens und des Templerordens unterschieden sich grundlegend. So legten alle Tempelherren einen Eid für Keuschheit, Gehorsam und Armut ab. Im OESSM hingegen nur für Gehorsam. Dieser wesentliche Unterschied, der einen Zusammenschluss beider Orden unmöglich gemacht hätte, da die Templer Mönche, die Ritter des OESSM allerdings weltliche Adlige waren, begründet sich in der Entstehung beider Orden.

 

Der Orden verlässt Spanien

Zeitgleich zu der Legende um den Heiligen Gral von Valencia erfolgt auch eine historisch gesicherte Zäsur innerhalb des Ordens. Diese beginnt mit dem Jahr 1412, in dem unser Ritter Chevalier Gilles de Ryssel ein Familiengut in der Gegend von Lille erbt und dieses dem Orden schenkt. Gilles selbst wird  daraufhin zum Commandeur von Ryssel ernannt und mit einigen Rittern dorthin geschickt, um einen neuen Standort des Ordens aufzubauen. Als es im Jahr 1492 zu Streitigkeiten zwischen dem Generalmeister Rodrigo Tellez y Girón mit dessen Cousin Alonze de Villahermosa, dem Meister des Ordens Saint-Hermandad kommt, bittet der Generalmeister König Ferdinand den Orden aus der Krone zu entlassen und sich mit allen Rittern in die Commanderie nach Lille zurückziehen zu dürfen. Mit der Erlaubnis des Königs und der von Papst Alexander VI. erfolgt dieser Rückzug auch im selber Jahr, nach der Schlacht von Granada. Mit dieser endet somit nicht nur die Reconquista, sondern auch vorerst die Geschichte des Ordens in Spanien.

Mit dem Umzug nach Flandern beginnt eine Zeit der Neuausrichtung. Diese ist vor allem mit dem Generalmeister Don Alonzo Tellez y Girón verbunden, der 1507 nach dem Tod von Rodrigo Tellz y Girón die Leitung des Ordens übernimmt. Er wandelt den Orden nach und nach von einem kriegerischen in einen Hospizorden um. So lässt er 1512 alle Ritter ihr Wehrgehänge ablegen und sie stattdessen eine rote Schärpe aus Samt mit golden Kreuz tragen. Außerdem wird in dieser Phase das Amt des Generalmeisters des Ordens erblich und dem spanischen Adelshaus Girón verliehen (heute französisch Girond), die diesen Posten noch heute innehaben.

Aus den folgenden fast drei Jahrhunderten sind kaum gesicherten Daten über die Geschichte des Ordens erhalten. Es gibt lediglich den Hinweis, das Charles de Batz de Castelmore, Comte de d’Artagnan während seiner Zeit als Commandeur der königlichen Truppen in Lille mit dem Orden in Kontakt kam, diesen unterstützte und auch Ritter des Ordens wurde.

 

18. Jahrhundert

Die nächsten sicheren Daten liegen aus dem Jahr 1793 vor. Zu dieser Zeit befand sich Frankreich in der Revolution und der Orden musste sich aufgrund seiner Königstreue aus der Öffentlichkeit  zurückziehen, um Verfolgungen zu entgehen. Gleichzeitig erhielt er aber einen letzten Auftrag von der französischen Königin. Diese führte seit vielen Jahren einen rein weiblichen Ritterorden, den sogenannten Herminenorden. Da sie selbst die Sicherheit ihrer Ritterinnen nicht mehr gewährleisten konnte, übertrug sie die Obhut über die Herminen dem Orden von Mont-Réal, der seither auch Frauen in seinen Reihen aufnahm, dies vorerst aber noch in den Herminenorden. Etwa 20 Jahre später, 1815, überließ unser 59. Generalmeister Jean Girond die Leitung des Ordens seinen Sohn, der ebenfalls Jean hieß und den Orden bis 1859 führte. In diesem Jahr übernahm dessen Sohn der Comte Alaxit Girond das Amt des Generalmeisters. Unter seiner  Regentschaft wurde die Aufnahme des Herminenordens in den OESSM auch vollständig abgeschlossen und die Schriftstellerin George Sand als erste Ritterin in den Orden von Mont-Réal und nicht mehr, wie bisher, in den Herminenorden aufgenommen.

 

Zweiter Weltkrieg und Neubeginn

Das nächste wichtige und zugleich auch schlimmste Ereignis in der Geschichte des Ordens erfolgte 1939. In diesem Jahr wurde in Paris das gesamte Archiv des Ordens durch die Wehrmacht beschlagnahmt und blieb seither verschollen, wodurch die Rekonstruktion der Geschichte bis heute nicht lückenlos möglich ist. Erhalten geblieben sind nur die historischen Siegel des Ordens, da sich diese nicht bei dem Rest des Archives befanden, sondern bei einem weiblichen Ritter versteckt waren.

Ein bekannter Ritter des Orden aus dieser Zeit ist René de Buxeuil, ein blinder Komponist, der wie der restliche Orden, den deutschen Besatzern Widerstand leistete, indem er in seinem Haus eine Werkstatt für gefälschte Ausweispapiere einrichten ließ.

Ein weiterer wichtiger Schritt für den OESSM erfolgte 1965 als der Magistrale Rat des Ordens nach dem Tod des Generalmeisters Comte André Girond d’Ivry, Comte André Girond-Flandres als 64. Generalmeister des Ordens bestätigt.  Dieser verfasst aus dem Gedächtnis unsere heutigen Ordensregeln und führt den Orden aus einer Phase der Verschwiegenheit, die seit der Französischen Revolution andauerte, wieder zurück an die Öffentlichkeit. Unter seiner Führung erfolgt auch eine erneute Ausbreitung des Orden nach dem Zweiten Weltkrieg, indem neue Commanderien in Belgien, Luxemburg und Deutschland errichtet wurden. Zu den bekanntesten Ritter des Ordens aus den Jahres dieses Neuanfangs zählen der Schriftsteller Ernest Hemingway, der Schauspieler Sascha Guitry, der Cheikh Si Hamza Boubakeur, sowie Prince Don Enzo Oscar dos Crussianos, durch den der Orden den Sprung über den Atlantik schaffte und Commanderien in Brasilien und den USA errichtete. Außerdem besucht er als erster Generalmeister seit vielen Jahren den Gründungsort des Ordens, Monreal del Campo.

 

Der Orden heute

Mit dem Tod von Comte André Girond-Flandres am 3. Oktober 1979 übernimmt dessen Sohn, Marquis André Girond de Saint-Waast die Leitung des Ordens als 65. Generalmeister. Unter seiner Regentschaft wurden Deutschland und Belgien zu Großprioraten und 2001 kehrte der Orden mit der Gründung der Commanderie Monreal in seinen Gründungsort zurück. Außerdem wurde 2008 der Sohn des 65. Generalmeisters, Francoise-Xavier Girond de Saint-Waast zum Generalleutnant ernannt.

Heute besteht der Orden seit fast 900 Jahren in ununterbrochener historischer Kontinuität. Neben der normalen Ordensarbeit bestehen die zwei wichtigsten Säulen aus der Academie Mont-Réal sowie dem Hilfsdienst Saint-Sauveur de Mont-Réal e.V..

 

Der Orden verlässt Spanien

Zeitgleich zu der Legende um den Heiligen Gral von Valencia erfolgt auch eine historisch gesicherte Zäsur innerhalb des Ordens. Diese beginnt mit dem Jahr 1412, in dem unser Ritter Chevalier Gilles de Ryssel ein Familiengut in der Gegend von Lille erbt und dieses dem Orden schenkt. Gilles selbst wird  daraufhin zum Commandeur von Ryssel ernannt und mit einigen Rittern dorthin geschickt, um einen neuen Standort des Ordens aufzubauen. Als es im Jahr 1492 zu Streitigkeiten zwischen dem Generalmeister Rodrigo Tellez y Girón mit dessen Cousin Alonze de Villahermosa, dem Meister des Ordens Saint-Hermandad kommt, bittet der Generalmeister König Ferdinand den Orden aus der Krone zu entlassen und sich mit allen Rittern in die Commanderie nach Lille zurückziehen zu dürfen. Mit der Erlaubnis des Königs und der von Papst Alexander VI. erfolgt dieser Rückzug auch im selber Jahr, nach der Schlacht von Granada. Mit dieser endet somit nicht nur die Reconquista, sondern auch vorerst die Geschichte des Ordens in Spanien.

Mit dem Umzug nach Flandern beginnt eine Zeit der Neuausrichtung. Diese ist vor allem mit dem Generalmeister Don Alonzo Tellez y Girón verbunden, der 1507 nach dem Tod von Rodrigo Tellz y Girón die Leitung des Ordens übernimmt. Er wandelt den Orden nach und nach von einem kriegerischen in einen Hospizorden um. So lässt er 1512 alle Ritter ihr Wehrgehänge ablegen und sie stattdessen eine rote Schärpe aus Samt mit golden Kreuz tragen. Außerdem wird in dieser Phase das Amt des Generalmeisters des Ordens erblich und dem spanischen Adelshaus Girón verliehen (heute französisch Girond), die diesen Posten noch heute innehaben.

Aus den folgenden fast drei Jahrhunderten sind kaum gesicherten Daten über die Geschichte des Ordens erhalten. Es gibt lediglich den Hinweis, das Charles de Batz de Castelmore, Comte de d’Artagnan während seiner Zeit als Commandeur der königlichen Truppen in Lille mit dem Orden in Kontakt kam, diesen unterstützte und auch Ritter des Ordens wurde.

 

18. Jahrhundert

Die nächsten sicheren Daten liegen aus dem Jahr 1793 vor. Zu dieser Zeit befand sich Frankreich in der Revolution und der Orden musste sich aufgrund seiner Königstreue aus der Öffentlichkeit  zurückziehen, um Verfolgungen zu entgehen. Gleichzeitig erhielt er aber einen letzten Auftrag von der französischen Königin. Diese führte seit vielen Jahren einen rein weiblichen Ritterorden, den sogenannten Herminenorden. Da sie selbst die Sicherheit ihrer Ritterinnen nicht mehr gewährleisten konnte, übertrug sie die Obhut über die Herminen dem Orden von Mont-Réal, der seither auch Frauen in seinen Reihen aufnahm, dies vorerst aber noch in den Herminenorden. Etwa 20 Jahre später, 1815, überließ unser 59. Generalmeister Jean Girond die Leitung des Ordens seinen Sohn, der ebenfalls Jean hieß und den Orden bis 1859 führte.

In diesem Jahr übernahm dessen Sohn der Comte Alaxit Girond das Amt des Generalmeisters. Unter seiner  Regentschaft wurde die Aufnahme des Herminenordens in den OESSM auch vollständig abgeschlossen und die Schriftstellerin George Sand als erste Ritterin in den Orden von Mont-Réal und nicht mehr, wie bisher, in den Herminenorden aufgenommen.

 

Zweiter Weltkrieg und Neubeginn

Das nächste wichtige und zugleich auch schlimmste Ereignis in der Geschichte des Ordens erfolgte 1939. In diesem Jahr wurde in Paris das gesamte Archiv des Ordens durch die Wehrmacht beschlagnahmt und blieb seither verschollen, wodurch die Rekonstruktion der Geschichte bis heute nicht lückenlos möglich ist. Erhalten geblieben sind nur die historischen Siegel des Ordens, da sich diese nicht bei dem Rest des Archives befanden, sondern bei einem weiblichen Ritter versteckt waren.

Ein bekannter Ritter des Orden aus dieser Zeit ist René de Buxeuil, ein blinder Komponist, der wie der restliche Orden, den deutschen Besatzern Widerstand leistete, indem er in seinem Haus eine Werkstatt für gefälschte Ausweispapiere einrichten ließ.

Ein weiterer wichtiger Schritt für den OESSM erfolgte 1965 als der Magistrale Rat des Ordens nach dem Tod des Generalmeisters Comte André Girond d’Ivry, Comte André Girond-Flandres als 64. Generalmeister des Ordens bestätigt.  Dieser verfasst aus dem Gedächtnis unsere heutigen Ordensregeln und führt den Orden aus einer Phase der Verschwiegenheit, die seit der Französischen Revolution andauerte, wieder zurück an die Öffentlichkeit. Unter seiner Führung erfolgt auch eine erneute Ausbreitung des Orden nach dem Zweiten Weltkrieg, indem neue Commanderien in Belgien, Luxemburg und Deutschland errichtet wurden. Zu den bekanntesten Ritter des Ordens aus den Jahres dieses Neuanfangs zählen der Schriftsteller Ernest Hemingway, der Schauspieler Sascha Guitry, der Cheikh Si Hamza Boubakeur, sowie Prince Don Enzo Oscar dos Crussianos, durch den der Orden den Sprung über den Atlantik schaffte und Commanderien in Brasilien und den USA errichtete. Außerdem besucht er als erster Generalmeister seit vielen Jahren den Gründungsort des Ordens, Monreal del Campo.

 

Der Orden heute

Mit dem Tod von Comte André Girond-Flandres am 3. Oktober 1979 übernimmt dessen Sohn, Marquis André Girond de Saint-Waast die Leitung des Ordens als 65. Generalmeister. Unter seiner Regentschaft wurden Deutschland und Belgien zu Großprioraten und 2001 kehrte der Orden mit der Gründung der Commanderie Monreal in seinen Gründungsort zurück. Außerdem wurde 2008 der Sohn des 65. Generalmeisters, Francoise-Xavier Girond de Saint-Waast zum Generalleutnant ernannt.

Heute besteht der Orden seit fast 900 Jahren in ununterbrochener historischer Kontinuität. Neben der normalen Ordensarbeit bestehen die zwei wichtigsten Säulen aus der Academie Mont-Réal sowie dem Hilfsdienst Saint-Sauveur de Mont-Réal e.V..

 

Gliederung

Der Ordre Equestre du Saint-Sauveur du Mont-Réal wird derzeit vom 65. Generalmeister S.K.H. Marquis André Girond de Saint-Waast geleitet. Das Amt des Generalmeisters des Ordens ist seit dem 15. Jahrhundert nach dem Gesetz der Salier erblich und wurde dem spanischen Adelshaus Giron(d) verliehen. So wurde auf einem Großkapitel 2008 der Sohn des 65. Generalmeisters, S.E. Francoise-Xavier Girond de Saint-Waast offiziell zum Generalleutnant und somit zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen. Unterhalb des Maitre Generals ist der Orden nach Ländern in Priorate gegliedert, die von einem Generalprior geführt werden, in Deutschland S.E. Chevalier-Prevôt Heino Graf Möller. Diesem unterstehen mehrere Verwaltungsoffiziere sowie eine regionale Commandanturverwaltung.

Die Mitgliedschaft innerhalb des Ordens steht prinzipiell jedem offen, ohne Frage des Geschlechts, der Herkunft, des Einkommens oder der Religion.

Der Ordre Equestre du Saint-Sauveur du Mont-Réal wird derzeit vom 65. Generalmeister S.K.H. Marquis André Girond de Saint-Waast geleitet. Das Amt des Generalmeisters des Ordens ist seit dem 15. Jahrhundert nach dem Gesetz der Salier erblich und wurde dem spanischen Adelshaus Giron(d) verliehen. So wurde auf einem Großkapitel 2008 der Sohn des 65. Generalmeisters, S.E. Francoise-Xavier Girond de Saint-Waast offiziell zum Generalleutnant und somit zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen. Unterhalb des Maitre Generals ist der Orden nach Ländern in Priorate gegliedert, die von einem Generalprior geführt werden, in Deutschland S.E. Chevalier-Prevôt Heino Graf Möller. Diesem unterstehen mehrere Verwaltungsoffiziere sowie eine regionale Commandanturverwaltung.

Die Mitgliedschaft innerhalb des Ordens steht prinzipiell jedem offen, ohne Frage des Geschlechts, der Herkunft, des Einkommens oder der Religion.

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